Huawei will trotz US-Sanktionen bereits in diesem Jahr die Produktion von 5G-Smartphones wieder aufnehmen - Reuters

Von Elena Shcherban | 12.07.2023, 21:27
Huawei will trotz US-Sanktionen bereits in diesem Jahr die Produktion von 5G-Smartphones wieder aufnehmen - Reuters

Reuters schreibt, dass das chinesische Unternehmen Huawei, das aufgrund der US-Sanktionen keine Möglichkeit hatte, 5G-Prozessoren für seine Smartphones zu kaufen, eine Lösung für dieses Problem gefunden hat und noch in diesem Jahr mit der Produktion von 5G-Geräten beginnen wird.

Was bekannt ist

Dies wurde Reuters von drei externen Forschungsunternehmen mitgeteilt, die sich mit dem chinesischen Smartphone-Sektor beschäftigen. Diese wiederum berufen sich auf Quellen aus der Branche, darunter auch Zulieferer von Huawei, die jedoch aufgrund von Vertraulichkeitsvereinbarungen mit ihren Kunden anonym bleiben sollen.

Wenn man diesen Quellen Glauben schenken darf, wird Huawei also Chips im Inland kaufen und dabei seine eigenen Fortschritte bei den Halbleiterdesign-Tools sowie die Chipfertigung von Semiconductor Manufacturing International Co (SMIC) nutzen. Dabei dürfte es sich um Prozessoren handeln, die mit der 7nm-Prozesstechnologie hergestellt werden.

Die Sanktionen wurden 2019 verhängt, und seither hat Huawei in rasantem Tempo weiter an Boden verloren. Das Unternehmen, das früher mit Apple und Samsung um den Titel des weltgrößten Mobiltelefonherstellers kämpfte, befindet sich nun im Überlebensmodus. Ein Wiedereinstieg in den 5G-Smartphone-Markt würde dem Unternehmen helfen, seine Position zu festigen, die Nachfrage zurückzugewinnen und den Umsatz zu steigern.

Aber es ist wohl noch zu früh, um über große Produktionsmengen zu sprechen. Ein Marktforschungsunternehmen geht davon aus, dass zwischen 2 und 4 Millionen Geräte ausgeliefert werden. Ein zweites Unternehmen schätzt, dass die Auslieferungen 10 Millionen Stück erreichen könnten.

Allerdings ist Huawei immer noch von Googles Android-Betriebssystem und Google-Diensten abgeschnitten.

Quelle: Reuters