Die Russen bauen sowjetische ATC-59G-Lkw zu Kampffahrzeugen um, weil sie Probleme mit der Panzerung haben

Von Mykhailo Stoliar | 03.03.2025, 15:04
Ein Wunder der Technik: Wie ATC-59G die Artillerielogistik revolutionierte Sowjetischer mittlerer schneller Artillerie-Raupenschlepper ATS-59G . Quelle: Wikipedia

Im Internet ist ein Video aufgetaucht, das aufgerüstete sowjetische ATC-59G-Traktoren zeigt, die die Russen angesichts der Probleme mit ihren gepanzerten Fahrzeugen wahrscheinlich als gepanzerte Transporter einsetzen.

Was bekannt ist

Ein im Februar 2025 gedrehtes Video zeigt zwei ATC-59G Artillerieschlepper. Einer von ihnen ist mit einem selbstgebauten Drohnenschutz ausgestattet, der andere ist zu einem Schützenpanzer nach dem "Schildkröten"-Schema umgebaut (mit Metallrahmen, Gitter und Netz). Außerdem sind in dem Video T-72B3- und T-80U-Panzer zu sehen.

Nach Ansicht von Militäranalysten könnten solche Fahrzeuge aufgrund erheblicher Ausrüstungsverluste als vorübergehender Ersatz für herkömmliche Schützenpanzer eingesetzt werden.

Der ATC-59G ist ein sowjetischer Artillerietraktor, der 1970 in Dienst gestellt wurde. Er wurde schon einmal im Kampfeinsatz gesichtet, und zwar im Jahr 2023. Damals wurde er als Plattform für 2M-3M-Flugabwehrkanonen der Marine eingesetzt. Im Jahr 2024 wurden auch einige Fahrzeuge auf das "Schildkröten"-Prinzip umgerüstet.

Es ist noch nicht bekannt, wie weit verbreitet der Einsatz solcher Fahrzeuge ist, aber dies deutet auf Probleme mit der Ausrüstung hin, die die Besatzer durch Improvisation zu lösen versuchen.

Quelle: Defence Express