Die Zahl Pi wurde mit der Rekordzahl von 68,2 Billionen Ziffern berechnet. Warum?

Von Yuriy Stanislavskiy | 18.08.2021, 12:59
Die Zahl Pi wurde mit der Rekordzahl von 68,2 Billionen Ziffern berechnet. Warum?

Forscher aus der Schweiz wollen den Rekord für die Genauigkeit der mathematischen Konstante Pi brechen, indem sie die berühmte Zahl mit einem Supercomputer auf 68,2 Billionen Nachkommastellen berechnen.

Was ist pi?

Pi ist das Verhältnis des Umfangs eines Kreises zu seinem Durchmesser. Der Name "pi" stammt vom 16. Buchstaben des griechischen Alphabets und wird von Mathematikern seit dem frühen 18. Die ersten 10 Ziffern von Pi sind 3,141592653, aber diese Konstante ist eine so genannte irrationale Zahl, d. h. sie kann nicht als gewöhnlicher Bruch ausgedrückt werden und hat eine unendliche Anzahl von Dezimalstellen.

Was ist der Rekord?

Forscher der Fachhochschule Grizon in der Schweiz gaben am 5. August bekannt, dass sie mit einem Computer des Kompetenzzentrums für Datenanalyse, Visualisierung und Simulation (DAViS) den Rekord für die Genauigkeit von Pi um mehr als 18 Billionen Dezimalstellen gebrochen haben. Der Rekordversuch muss noch offiziell vom Guinness-Buch der Rekorde bestätigt werden.

Im Jahr 2019 berechnete Google Cloud Computing den Wert einer Konstanten mit mehr als 31 Billionen Nachkommastellen, und im Jahr 2020 berechnete Timothy Mullican aus Huntsville, Alabama, Gründer der gemeinnützigen North Alabama Charitable Computing, laut Guinness-Buch der Rekorde 50 Billionen Nachkommastellen mit seinem Personal Computer.

Wofür ist das?

In der Mathematik ist es nicht besonders wichtig, mehr Stellen von Pi zu kennen. Die Berechnung des Wertes von Pi mit hoher Genauigkeit wird jedoch seit langem als Benchmark für die Prüfung der Rechenleistung von Computern verwendet.

Der DAViS-Computer übertraf die bisherigen Rekordhalter durch die Vergrößerung des Arbeitsspeichers (RAM). Die Forscher planen, den rechenintensiven Computer in Zukunft für Computational Fluid Dynamics, Deep Learning und RNA-Analysen zu nutzen. 

Quelle: fhgr.ch