Wein und Roboter: Wie die Franzosen heute autonome Roboter in der Weinproduktion einsetzen

Von sergey-betsura | 18.10.2021, 14:52
Wein und Roboter: Wie die Franzosen heute autonome Roboter in der Weinproduktion einsetzen

Die französische Robotik entwickelt sich erstaunlich gut. Das Land hat viele Projekte in diesem Bereich, und einige davon waren erfolgreich. In einem Land, das einige der besten Weine der Welt produziert, konnte ein Winzerroboter natürlich nicht ausbleiben.

Vitibot setzt sich für eine schlanke Landwirtschaft und eine Reduzierung des Einsatzes von Chemikalien im Weinbau ein. Das hat den Geschmack der Kunden getroffen - mit einer Finanzierung von nur drei Millionen Euro steht das Startup in Bezug auf die Geschäftsentwicklung recht gut da.

Das Team bietet zwei Versionen seiner "Portal"-Roboter an: Bakus P75S und Bakus P75L. Sie unterscheiden sich nur durch die Größe der Öffnung, durch die die Maschine die Pflanzen bei ihrer Bewegung führt, um sie nicht zu beschädigen. Eine Version von Bakus ist für schmalere Beete mit Reben geeignet, die andere für breitere Beete. Die Roboter sind vollständig elektrisch und eigenständig. Sie können zur Auflockerung des Bodens zwischen den Rebzeilen, zur Verteilung von Dünger, zur Unkrautbekämpfung usw. eingesetzt werden. Er wird mit zehn verschiedenen Werkzeugen geliefert, die je nach Art der Arbeit, die Bakus zu erledigen hat, gewechselt werden können.

Nach Angaben der Entwickler kostet es weniger als einen Euro pro Arbeitsstunde.

Der Roboter wird bereits in verschiedenen Weinbergen in Frankreich mit schönen Namen eingesetzt.

Das Unternehmen entstand 2015 als Studentenprojekt des Gründers. Ein Jahr später meldete er das Unternehmen an und stellte ein Team zusammen. Im Jahr 2017 wurde sein erster Roboter, Hector, bereits in der Champagne getestet und zeigte so beeindruckende Ergebnisse, dass das Projekt sogar vom französischen Premierminister wahrgenommen wurde. Gleichzeitig begann das Team mit der Entwicklung des Bakus-Roboters, der im Frühjahr 2018 auf einer lokalen Konferenz vorgestellt wurde und dem Team half, die benötigten drei Millionen Euro aufzubringen - die Investoren waren zumeist berühmte Champagnerhäuser, also direkte Kunden des Start-ups, was viel über die Nachfrage nach dem Produkt aussagt. Im Jahr 2020 setzte das Team trotz der Pandemie die Pilotprojekte in Burgund, Bordeaux und der Champagne fort.

Wenn Sie also das nächste Mal ein Steak mit einem Glas Rotwein verzehren, denken Sie an die Roboter, die vielleicht Weintrauben angebaut haben.

Quelle: Telegram Channel Robotics Channel