Kein "Golf von Amerika"! Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum forderte Google auf, den Golf von Mexiko nicht unter Verletzung der UN-Konvention umzubenennen

Von Anton Kratiuk | 31.01.2025, 15:19
Fototermin: Donald Trump und Claudia Sheinbaum auf der gleichen Bühne Foto von Donald Trump und Claudia Sheinbaum. Quelle: WSWS

In Umsetzung seiner aggressiven Außenpolitik hat US-Präsident Donald Trump am ersten Tag nach seinem Amtsantritt angeordnet, den Golf von Mexiko in Golf von Amerika umzubenennen.

Google bestätigte sofort, dass sich seine Karten und seine Suchmaschine entsprechend ändern würden und die amerikanischen Nutzer die neuen Namen sehen würden, während es in anderen Ländern (noch) keine Änderungen geben würde.

Die Entscheidung wurde von vielen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens abgelehnt und konnte auch vom Präsidenten Mexikos nicht ignoriert werden.

Was bekannt ist

Die Präsidentin Mexikos, Claudia Sheinbaum, hat sich wiederholt gegen Trumps Äußerungen ausgesprochen. Unmittelbar nachdem er seine Ansprüche auf Grönland geäußert hatte, schlug sie vor, dass die USA die Gebiete aufgeben sollten, die historisch zu Mexiko gehörten, und zeigte sogar die entsprechende Karte.

Nun legte Claudia Sheinbaum auf einer Pressekonferenz ein offizielles Schreiben an die Geschäftsführung von Google vor, in dem sie betonte, dass die USA wie jedes andere Land gemäß dem UN-Seerechtsübereinkommen den Namen eines in internationalen Gewässern liegenden Gewässers nicht einseitig ändern können.

Die USA können nur die Namen von 12 Seemeilen vor ihrer Küste ändern.

Um die Absurdität von Trumps Entscheidung zu verdeutlichen, bat die mexikanische Staatschefin Google, ihr für die Suchanfrage "Mexikanisches Amerika" eine historische Karte aus dem Jahr 1607 zu zeigen.

Claudia Sheinbaum mit einer historischen Karte von Mexiko
Claudia Sheinbaum mit einer historischen Karte von Mexiko

Wir werden abwarten müssen, wie Google sich entscheidet, aber es ist klar, dass Trump mehr Einfluss auf das Unternehmen hat als Claudia Sheinbaum.

Quelle: Reuters