Frankreich will einen Verteidigungsfonds einrichten, in den die Bürger investieren können

Von Mykhailo Stoliar | 21.03.2025, 08:29
Französisches Selbstfahrlafetten-System Caesar: Die neueste Technologie für Artilleriewaffen Französisches Luftverteidigungssystem Caesar. Quelle: Wikipedia

Die staatliche französische Investitionsbank Bpifrance wird einen mit 450 Millionen Euro ausgestatteten Fonds zur Unterstützung des Verteidigungssektors einrichten. Dies kündigte Finanzminister Eric Lombard an und wies darauf hin, dass die französische Rüstungsindustrie in den kommenden Jahren mehr als fünf Milliarden Euro an zusätzlichem Kapital benötigt.

Was bekannt ist

Der Fonds ist Teil der Bemühungen Frankreichs, die Militärausgaben angesichts der Zweifel am künftigen Schutz der USA zu erhöhen. Französische Bürger können in Tranchen von 500 Euro in den Fonds investieren, um langfristige Anlagen zu tätigen.

Angesichts der drohenden Annäherung zwischen den USA und Russland, die Besorgnis über eine mögliche Ausweitung des russischen Einflusses ausgelöst hat, spielt Frankreich eine führende Rolle bei europäischen Aufrüstungsinitiativen.

Angesichts eines bereits überlasteten Haushalts hat die Regierung jedoch Schwierigkeiten, ihre Verteidigungsambitionen zu finanzieren. François Villeroy de Galleau, Mitglied der Europäischen Zentralbank, betonte, dass die Verteidigungsausgaben zwar erhöht werden müssen, aber angesichts des hohen öffentlichen Defizits im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Landes bleiben sollten.

Präsident Emmanuel Macron, der den französischen Militärhaushalt in zwei Amtszeiten verdoppelt hat, strebt eine noch stärkere Erhöhung der Verteidigungsausgaben an - von derzeit 2 % auf 3-3,5 % des BIP. Im Jahr 2024 beträgt der Verteidigungshaushalt des Landes bereits 56,6 Milliarden Euro.

Quelle: Reuters