Audi bringt 2026 ein Einstiegs-Elektroauto auf den Markt

In der Audi-Modellhierarchie wird das neue Elektromodell auf der gleichen Stufe wie der A3 stehen. Die Neuheit soll im Werk in Ingolstadt produziert werden.
Was bekannt ist
Der Übergang von Audi zu reinen Elektroautos verläuft nicht so reibungslos wie geplant. Die Nachfrage nach den Elektroautos der Marke ging 2024 um 7,8 % zurück (auf 164.480 Einheiten), und die schwachen Verkäufe des Q8 E-Tron haben das Unternehmen gezwungen, sein Werk in Brüssel, Belgien, zu schließen. All dies zwingt das Unternehmen, seine Pläne für eine vollständige Elektrifizierung bis 2032 zu revidieren und nicht einmal auf die Einführung neuer Benzinmodelle nach 2026 zu verzichten.
Trotz der Schwierigkeiten gibt Audi nicht auf und bereitet ein Elektroauto der Einstiegsklasse vor, das bereits 2026 auf den Markt kommen soll, obwohl es ursprünglich für 2027 geplant war. Diese Information bestätigte der Vorstandsvorsitzende Gernot Döllner in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
Wie könnte dieses Elektroauto aussehen?
Offizielle Informationen gibt es noch nicht, aber wir können aufgrund der bisherigen Entwicklungen der Volkswagen AG ein paar Vermutungen anstellen.
- Erste Möglichkeit: Audi könnte eine hochwertigere Version des Volkswagen ID.3 mit Schrägheck bauen. Allerdings ist der ID.3 bereits seit fünf Jahren auf dem Markt, so dass diese Option eher unwahrscheinlich ist.
- Die zweite Möglichkeit: ein Modell auf der Basis des VW ID.2all-Konzepts. Volkswagen plant, im Jahr 2026 eine Serienversion des ID.2 zu einem Preis ab 25.000 Euro auf den Markt zu bringen. Das verwandte Elektroauto von Audi (wenn es denn eines wird) wird einen höheren Preis haben, aber weniger als der Q4 E-Tron - in Deutschland ab 46.150 Euro.

VW ID.2all Concept. Foto: Volkswagen
Wenn die Spekulationen über eine angepasste Version des ID.2 stimmen, wird Audi ein kompaktes Fließheck bekommen, das eine Alternative zum neuen Mercedes CLA sein wird. BMW wird erst in ein paar Jahren ein preisgünstiges Elektroauto auf den Markt bringen - das Unternehmen plant die Einführung von i1- oder i2-Modellen eher für 2030.
Quelle: Süddeutsche Zeitung