Lockheed Martin hat das LTAMDS-Radar zum ersten Mal erfolgreich in das MIM-104 Patriot-Raketenabwehrsystem mit PAC-3-Abfangjägern integriert

Von Maksim Panasovskyi | 13.02.2024, 01:20
Lockheed Martin hat das LTAMDS-Radar zum ersten Mal erfolgreich in das MIM-104 Patriot-Raketenabwehrsystem mit PAC-3-Abfangjägern integriert

Das LTAMDS-Radar (Lower Tier Air and Missile Defence Sensor) hat zum ersten Mal mit dem Patriot Advanced Capability 3 (PAC-3) Raketenabfangsystem funktioniert. Dies teilte das Unternehmen Lockheed Martin mit.

Was bekannt ist

LTAMDS ist eine Entwicklung des US-Unternehmens RTX. Das neue Radar ist eine Schlüsselkomponente der modernisierten Raketen- und Luftabwehrstrategie der US-Armee.

In einem kürzlich durchgeführten Test empfing der PAC-3-Raketenabfangjäger erfolgreich Daten von LTAMDS, um die aerodynamische Bedrohung zu beseitigen. Der Test bestätigte, dass der PAC-3 seine Fähigkeiten beibehalten kann, wenn er mit dem neuen Radar integriert wird. Er kann Flugzeuge, Hubschrauber, Drohnen sowie Marschflugkörper und ballistische Raketen abschießen.

Die Raketenabwehr arbeitet nach dem Prinzip "Hit-to-kill", d. h. sie schaltet das Ziel durch kinetische Energie aus. Die PAC-3 verfügt jedoch über einen so genannten "Lethalitätsverstärker" (lethality enhancer). Dabei handelt es sich um eine Art kleinen Gefechtskopf, der bei der Detonation eine Wolke aus Metallsplittern bildet, um die Wahrscheinlichkeit eines Treffers im Ziel zu erhöhen.

Die ersten Muster enthielten 24 Wolframzykloide mit einem Gewicht von je 95 g, während die Hauptsprengladung 330 g wog. Die modernste Version der PAC-3 wird Missile Segment Enhanced (MSE) genannt. Das Einzige, was über ihre "Lethalitätsverbesserung" bekannt ist, ist die Verwendung von Titan anstelle von Wolfram.

Quelle: Lockheed Martin